Baukonjunktur 2026: Zwischen Stabilität und Umsetzung
Baukonjunktur 2026: Zwischen Stabilität und Umsetzung
Stand: 24. Februar 2026
Wer aktuell im Bau tätig ist, merkt es im Alltag schneller als jede Statistik: Die Telefone stehen nicht still, Offerten werden gerechnet, Projekte laufen.
Weder herrscht Boom-Euphorie noch Krisenstimmung. 2026 ist ein Arbeitsjahr mit Substanz.
Im Wohnungsbau ziehen Mehrfamilienhäuser wieder an. Infrastrukturprogramme laufen planmässig weiter. Öffentliche Investitionen sind budgetiert, private Projekte werden umgesetzt – insbesondere in urbanen Zentren.
Für Bauunternehmen bedeutet das: Der Markt trägt. Die Frage ist nicht, ob gebaut wird. Die Frage ist, wie sauber man seine Projekte und Teams durch das Jahr steuert.
Projekte sind da – aber differenziert
Im Wohnungsbau sind die Auftragsbücher in vielen Regionen bis Mitte 2026 gut gefüllt. Mehrfamilienhäuser und Verdichtungsprojekte ziehen wieder an. Gleichzeitig bleibt der Ersatzneubau alter Wohnsiedlungen ein dauerhafter Treiber.
Im Infrastrukturbereich laufen die Programme unabhängig vom privaten Markt weiter. Bund und Städte investieren kontinuierlich in Bahn, Werkleitungen, Fernwärme, Strassen und Brücken.
Für Bauunternehmen bedeutet das:
- Die Grundauslastung bleibt vorhanden.
- Infrastruktur sorgt für Stabilität.
- Wohnungsbau bringt zusätzliche Dynamik – besonders in urbanen Zentren.
Regionale Perspektive: Wo es 2026 läuft
Das Wachstum konzentriert sich auf urbane Räume wie Zürich, Genf und die Zentralschweiz.
Treiber sind:
- anhaltender Wohnraumbedarf
- sehr tiefe Leerstände
- Verdichtung bestehender Quartiere
- langfristig geplante öffentliche Bauprogramme
Für Bauunternehmen in diesen Regionen heisst das: Projekte kommen nicht verzögert, sie laufen.
Was 2026 wirklich entscheidet
Für Baufirmen ist nicht entscheidend, ob das Wachstum 1,6 oder 2,4 Prozent beträgt.
Entscheidend sind drei Punkte:
- Personalplanung
Wer Projekte zusagt, muss liefern können. Fachkräfte bleiben der Engpass; insbesondere im Tiefbau, bei Polieren und spezialisierten Funktionen wie zum Beispiel Kranführern. - Projektplanung
Infrastrukturprojekte sind langfristig geplant. Wer hier sauber disponiert, sichert Auslastung über mehrere Jahre. - Wirtschaftlicher Ausblick
Der Markt ist kein Boom-Markt. Aber er ist stabil genug, um Investitionen in Teams, Weiterbildung und Struktur zu rechtfertigen.
Beispiel Zürich: Breites Bauvolumen 2026
Zürich zeigt exemplarisch, wie breit das Bauvolumen 2026 abgestützt ist.
Städtischer Tiefbau
Allein das Tiefbauamt verantwortet rund 200 aktive Baustellen im Jahr 2026. 134 neue starten, 62 laufende Projekte werden weitergeführt. Insgesamt laufen rund 740 Infrastrukturprojekte.
Darunter fallen unter anderem:
- 31 Fernwärme-Baustellen
- rund 100 Projekte im Bereich Velovorzugsrouten
- 45 hindernisfreie Tram- und Bushaltestellen
- mehrjährige Projekte wie Rathausbrücke, Sihlhölzlibrücke oder Scheuchzerstrasse
Das ist die infrastrukturelle Grundlast der Stadt – unabhängig vom privaten Markt.
Städtischer Hochbau
Parallel dazu laufen zahlreiche Hochbauprojekte mit mehrjähriger Bauzeit:
- Schulneubauten und -erweiterungen (Aemtler, Luchswiesen, Saatlen, Triemli, Tüffenwies)
- Ersatzneubauten von Wohnsiedlungen (z. B. Salzweg)
- Neubauten und Erweiterungen von Sicherheits- und Verwaltungsbauten (Wache Nord, Wache Süd)
- Neubau Recyclingzentrum Juch-Areal (ab 2026)
Diese Programme sichern über mehrere Jahre hinweg kontinuierliche Auslastung im Hochbau.
Private und halböffentliche Grossprojekte
Zusätzlich zur Stadtverwaltung laufen 2026 bedeutende Projekte ausserhalb der öffentlichen Bauherrschaft:
- SBB-Ausbau Zürich–Winterthur (Brüttenertunnel, Vorarbeiten ab 2026)
- Werkstadt Zürich in Altstetten (43'000 m², Baustart 2026)
- Genossenschaftliche Quartiere wie das Koch-Areal (Fertigstellung 2026/27)
- Wohnentwicklungen im Gebiet Thurgauerstrasse
Zürich vereint damit gleichzeitig laufende Infrastrukturprogramme, grossvolumige Hochbauprojekte, Sanierungen im Bestand und private Quartierentwicklungen.
Das Bauvolumen verteilt sich über mehrere Segmente und mehrere Jahre. Genau diese Breite sorgt für Stabilität.
Fazit
2026 ist kein Ausnahmejahr.
Aber es ist ein solides Baujahr mit aktuell positivem Ausblick.
Die Baukonjunktur ist:
- breit abgestützt
- infrastrukturell gesichert
- regional konzentriert
- planbar
Für Bauunternehmen bedeutet das: Die Nachfrage ist da. Die Projekte laufen.
Die Herausforderung bleibt – wie bereits in den Vorjahren – nicht das Volumen, sondern die personelle Umsetzung.
FAQ: Baukonjunktur 2026
Dazu kommen grossvolumige Projekte ausserhalb der Stadtverwaltung:
- SBB Mehrspurausbau Zürich–Winterthur (Brüttenertunnel, Vorarbeiten ab 2026)
- Koch-Areal mit rund 350 Wohnungen (Fertigstellung 2026/27)
- Werkstadt Zürich in Altstetten (Baustart 2026, 43'000 m²)
Kombiniert sichern diese Tief- und Hochbauvorhaben eine langfristige Auslastung in mehreren Segmenten.
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